Praxis · 8 Min.
Backup ohne Ausreden: die einfache Zwei-Platten-Lösung
Das Wichtigste zuerst
Zwei Laufwerke. Eins zuhause, eins getrennt. Monatlich wechseln.
Das ist nicht maximal elegant, aber verständlich und robust. Automatische Sicherung einschalten, Laufwerk danach trennen und regelmäßig eine Datei testweise zurückholen.
Eine externe Platte ist erst dann ein Backup, wenn die Daten zusätzlich noch woanders liegen. Eine dauerhaft angeschlossene Platte kann bei Schadsoftware, Diebstahl oder Überspannung zusammen mit dem Original ausfallen.
Die sinnvollen Varianten
Schnell & kompakt
Externe SSD 1 TB
- Passt für
- Laptop, Fotos und häufige Sicherungen
- Beachten
- Teurer pro Terabyte
Viel Platz
Externe HDD 4 TB
- Passt für
- Große Foto- und Videoarchive
- Beachten
- Empfindlicher gegen Stöße
Physische Trennung
Feuerfeste Dokumententasche
- Passt für
- Backup-Laufwerk und Wiederherstellungscodes
- Beachten
- Kein Ersatz für einen zweiten Standort
Der einfache Plan
- Laufwerk A anschließen und automatische Sicherung starten.
- Nach erfolgreichem Backup auswerfen und trennen.
- Laufwerk B an einem anderen sicheren Ort lagern.
- Monatlich A und B tauschen.
- Alle drei Monate eine Datei testweise wiederherstellen.
SSD oder Festplatte?
SSDs sind kompakt, leise und stoßfester. Klassische Festplatten bieten mehr Speicher fürs Geld. Für ein Backup zählt eine verlässliche Routine mehr als der Benchmark.
Kaufe zwei getrennte Laufwerke statt ein besonders teures Einzelgerät.
Verschlüsseln, aber Schlüssel sichern
Ein ausgelagertes Laufwerk sollte verschlüsselt sein. Das Passwort beziehungsweise der Wiederherstellungsschlüssel gehört nicht ausschließlich auf den Computer, dessen Backup du gerade erstellst.
Das BSI empfiehlt regelmäßige Sicherungen, getrennte Datenträger und gelegentliche Lesbarkeitstests.